Hrsg. Thomas Elsner & Michael Reinboth – ELASTE 1980 – 1986 (DCV)

Die Geschichte von ELASTE ist die Geschichte einer Bewegung – die der New Wave-Generation in Westdeutschland. Gegründet 1980 in Hannover, war das Magazin ein Fanal der Kulturrevolte und das erste glossy Indie-Magazin der Bundesrepublik: im Eigenverlag herausgegeben, ein Statement irgendwo zwischen Pop-Avantgarde, Subversion und Stilbewusstsein. Zu denen, die Look und Geist des Magazins prägten, gehörten u. a. Jon Savage, Ellen von Unwerth und Diedrich Diederichsen. Wie kein zweites Magazin agierte ELASTE dabei an der Schnittstelle von Musik, Mode und Gesellschaft, mit Headlinern wie Warhol, The Rolling Stones, Kraftwerk. Dieses Buch von den ELASTE-Herausgebern Thomas Elsner und Michael Reinboth, blickt zurück auf den Pioniergeist, die Köpfe und die Geschichten hinter der Zeitschrift.

Inkl. Download-Code für 14 Tracks von ELASTE RECORDS

Alle unsere Buchempfehlungen können auch telefonisch unter 089 268185 oder per Mail an info@optimal-records.de bestellt werden.

Weitere Empfehlungen

Lea Ypi – Aufrecht (Suhrkamp)

Als Lea Ypi im Internet ein ihr unbekanntes Foto entdeckt, das ihre Großeltern 1941 beim Après-Ski in den italienischen Alpen zeigt, fragt sie sich, was sie wirklich über ihre Familie weiß. Warum hat ihre geliebte Großmutter Leman, genannt Nini, Französisch gesprochen, wenn sie doch in Saloniki aufgewachsen war, als Enkelin eines Würdenträgers? Was hatte sie bewogen, als junge Frau Griechenland zu verlassen und auf eigene Faust nach Tirana zu gehen? Wie war sie mit Asllan zusammengekommen, ihrem Mann, der bald für viele Jahre in einer »Universität« verschwand? Und warum lächelte sie im Schnee von Cortina und zu einer Zeit, in der es nichts zu lachen gab, weil in Europa ein grausamer Krieg tobte?

Lea reist an die Orte von Lemans Leben, um es Stück für Stück anhand von Archivalien, Akten und Anekdoten zu rekonstruieren. Gebannt folgt man ihr in die untergegangene Welt der osmanischen Aristokratie, an die Wiege der neuen Nationalstaaten auf dem Balkan und natürlich nach Albanien, erst unter faschistischer Besatzung, dann unter kommunistischer Herrschaft.

Fesselnd, empathisch und in ihrem unnachahmlichen Ton erzählt Lea Ypi in Aufrecht von den Wendepunkten eines Lebens in extremen Zeiten – von schicksalhaften Begegnungen, von Liebe und Verrat sowie von Entscheidungen gegen den Strom der Geschichte. Ihr neues Buch ist atemberaubende Familiensaga und tiefgründige Reflexion über die Zerbrechlichkeit der Wahrheit. Mit der Kraft der Imagination setzt es Menschen ein Denkmal, die ihre Würde zu bewahren vermochten, als sie mit Stiefeln getreten wurde. Episch.

Patti Smith – Bread of Angels (KiWi)

Beginnend mit ihrer Kindheit nach dem Zweiten Weltkrieg, betreten wir Patti Smiths ganz eigene Welt, beschrieben in poetischen, lebhaften Szenen und Details. Sie bietet uns intime Einblicke in ihre Teenagerjahre, in die Beziehung zu ihren Eltern, in die ersten Ausflüge in die Kunst und die verwirrende Intensität der Liebe. Im Schreiben findet sie schließlich Halt, getrieben von dem Bedürfnis, das Alltägliche in das Schöne, das Gewöhnliche in das Magische und den Schmerz in Hoffnung zu verwandeln.

»Bread of Angels« ist das Zeugnis einer einzigartigen Künstlerin über ihre Lebensaufgabe, ihre Berufung und den Glauben an die unendliche Macht der Sprache.

Ulrich Chaussy – Das Oktoberfest-Attentat und der Doppelmord von Erlangen (Ch.Links)

Das Oktoberfest-Attentat vom 26. September 1980 mit 13 Toten erschütterte die Republik, wurde aber schnell vergessen – genau wie der antisemitische Mord an Shlomo Lewin und Frida Poeschke drei Monate später in Erlangen. Angeblich handelten in beiden Fällen verwirrte Einzeltäter. Was verbindet die Morde in Erlangen mit dem Attentat in München? Ulrich Chaussys Analyse, dass das Oktoberfest-Attentat rechter Terror war, folgte nach vierzig Jahren endlich auch die Bundesanwaltschaft. Doch die systematischen Vertuschungen in den damaligen Ermittlungen sind bis heute nicht aufgeklärt, viele Fragen, etwa zur Rolle der Geheimdienste, immer noch offen.

5plus-Edition: Maxim Biller – Der unsterbliche Weil

Maxim Biller erzählt die Geschichte des tschechischen Schriftstellers und Literaturkritikers Jiří Weil, der im April 1956 mit großer Unruhe einen Spaziergang durch Prag macht. Weil läuft an der Pinkas-Synagoge vorbei, geht die Pariser Straße entlang herunter zur Moldau und denkt über sein höchst wechselvolles Leben nach. Als er an der Konditorei vorbeikommt, die Cremeschnitten und Windbeutel selbst in Krisenzeiten anbot, erinnert er sich an die „Hasenjagd der Deutschen auf ihn“. Im Mai 1945 war er in das Geschäft gegangen und hat „den halben Laden leer gegessen, um dann alles auf die Straße zu kotzen. Eine angemessene Reaktion, wenn man bedenkt, dass der 1900 geborene Autor in den Jahren zuvor mindestens zweimal hätte sterben sollen – erst durch die Stalinisten, dann durch die Nationalsozialisten.

Romain Gary – Europäische Erziehung (Wagenbach)

»Nichts Wichtiges stirbt«, hat der Vater beim Abschied gesagt. Das zu glauben fällt Janek schwer, mitten im Wald, im Schnee, im Krieg. Und doch erfährt er gerade dort die Kraft von Musik und Geschichten, von Freundschaft und Liebe. Er wird sehr schnell erwachsen …

Janek ist beinahe noch ein Kind, als ihn sein Vater im Wald versteckt. Tagelang haben sie die unterirdische Höhle gegraben, mit Schlafplatz, Feuerstelle und einem großen Vorrat an Kartoffeln. Wenigstens der jüngste Sohn soll diesen Krieg überleben. Es ist Winter, der Schnee liegt hoch, und in der Ferne tobt die Schlacht um Stalingrad. In anderen Höhlen, tiefer im Wald, verstecken sich die »Waldler«: Polen, Ukrainer, Juden im Kampf gegen die Besatzer. Für sie wird Janek Kundschafter und Bote und trifft eines Tages auf Zosia, die mit anderen Mitteln eine ähnliche Aufgabe erfüllt. Die Überlebenschancen für sie und ihre Liebe stehen schlecht. Und doch begreifen sie unter den extremsten Bedingungen von Hunger, Kälte und Not, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Mit großer Wärme für seine Figuren erzählt Romain Gary diese existenzielle Geschichte. Entstanden mitten im Zweiten Weltkrieg, ist sein Roman eine Hymne an europäische Werte. Ein eindringliches, unbedingtes Plädoyer für Solidarität, Freiheit und Frieden. Ein notwendiges Buch.

Kersty Grether & Sandra Grether – Rebel Queens (Reclam)

Die Heldinnen der Rockmusik

Von Grace Slick bis Bikini Kill, von Tina Turner bis Billie Eilish, von Patti Smith bis Taylor Swift: In mehr als vierzig originellen Porträts erzählen Kersty Grether und Sandra Grether so einfühlsam wie mitreißend von starken Sängerinnen und Rockgöttinnen, die das Genre sprengten und Grenzen überschritten. Was verbindet die großen Musikerinnen über die Jahrzehnte hinweg, wogegen kämpften sie an? Wäre etwa Phoebe Bridgers ohne Joni Mitchell denkbar? Wieso konnten die 70er Jahre weder Yoko Ono noch Karen Carpenter verkraften? Und hat PJ Harvey den Feminismus verraten? Eine spannende Geschichte über Herausforderungen und Glücks-Highs!

Gilda Sahebi – Verbinden statt spalten (S. Fischer)

Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung

Warum uns mehr eint als trennt: In ihrem neuen, hochaktuellen Buch zur Politik der Spaltung und Polarisierung hierzulande räumt die renommierte Journalistin und Autorin Gilda Sahebi mit gängigen Mythen und Fake Facts auf. Wer heute in die deutsche Gesellschaft schaut, könnte denken: Es ist ein Land voller Drama, Gegeneinander und Spaltung. Dass dies so sei, ist eine Erzählung, die politisch generiert und medial verstärkt wird. Gilda Sahebi entlarvt sie als Lüge, als Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Das zeigt sie an den einschlägigen Debatten um Sozialleistungen, Migration, Gendern und Wokeness, Krieg und Frieden sowie Corona. Studien zeigen immer wieder: Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden; sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass. Wo geht die Suche nach Verbindung auf der gesellschaftlichen Ebene verloren? Und was kann man tun, um der Erzählung von Spaltung keinen Raum im eigenen Leben zu geben?

Hendrik Otremba – CAN (Wallstein)

Die Kölner Band Can passt – wenn auch lose mit dem Begriff Krautrock assoziiert – in keine Schublade. Zwischen 1968 und 1979 veröffentlichte sie regelmäßig Alben, die mittlerweile als moderne Klassiker zwischen Pop und Avantgarde gelten, komponierte erfolgreiche Filmmusiken und spielte ausufernde Konzerte. In der internationalen Rezeption hat die Band heute einen legendären Status. Nach der Auflösung blieben die Mitglieder eng miteinander verbunden und setzten ihre Karrieren auf Solopfaden fort, wobei sie sich oft gegenseitig musikalisch unterstützten. Auch Autorenfilmer wie Roland Klick und Wim Wenders profitierten von der großen Kompositionsgabe der Gruppe. Hendrik Otremba folgt den Spuren der Band und ihrer Protagonisten und beleuchtet deren Werk und Ästhetik ebenso emphatisch wie klug und kenntnisreich in acht Essays. Otremba hatte das große Glück, drei Mitgliedern von Can – Damo Suzuki (1950-2024), Holger Czukay (1938-2017) – persönlich zu begegnen und konnte den Gründer der Band, Irmin Schmidt (*1937), für diesen Band ausführlich interviewen.

Broken Music Vol. 2 (Buchhandlung Walther König)

70 Jahre Schallplatten und Soundarbeiten von Künstler*innen

Herausgeber: Sven Beckstette; Ingrid Buschmann; Gabriele Knapstein

Die Sammlungspräsentation Broken Music Vol. 2 verfolgte die Beschäftigung von Künstler*innen mit der Schallplatte in den letzten sieben Jahrzehnten. Ausgehend von Ursula Blocks bahnbrechenden Ausstellung Broken Music. Artists? Recordworks (1989) beleuchtete sie anhand von 700 Tonträgern in zehn Kapiteln die Entwicklung der Schallplatte als Medium der Kunst von der Nachkriegszeit bis heute und stellte Verbindungslinien her zum Feld der Musik in Komposition und Improvisation, Pop, Punk und Club. Erweitert wurde das Panorama durch Klangarbeiten aus der Sammlung der Nationalgalerie, darunter Medienwerke und Soundinstallationen. Texte in deutscher und englischer Sprache

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